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Willkommen bei der Dortmunder Handball-Stadtmeisterschaft am 27./28. August 2010
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Geschrieben von: Administrator   
Montag, 30. August 2010 um 00:00

Westfalia Hombruch ist Meister 2010

Kriwat und Roring die „Penalty“-Sieger

So hatten sich die Veranstalter den Freitagabend vorgestellt: Die Halle Hörde war gut gefüllt, und das „Aufwärm-Programm“ passte.

Die Überraschung war dabei sicher die Frauen-Stadtauswahl, die mit einer gehörigen Portion Bammel gegen die Zweitliga-Frauen des BVB angetreten war. Natürlich stand der Sieger nie in Frage, aber die Freizeit-Handballerinnen verkauften sich beim 32:18 ganz hervorragend.

Heiß umkämpft war das Männer-Duell zwischen den Auswahl-Teams Ost (Höchsten, HC Süd, ASC, Hörde) und West (OSC, Hombruch, Dorstfeld, Brechten). Denkbar knapp mit 34:33 hatte der Osten am Ende die Nase vorn.

Beim Erstmals durchgeführten Penalty-Wettbewerb siegte bei den Frauen Annika Kriwat (BVB 2) vor Julia Möller (Hombruch). Herren-Sieger wurde Andy Roring (ASC) vor Jonas Rodenberg (ATV Dortsfeld).

Ein Aufstieg beflügelt. Ganz besonders bei Westfalia Hombruch. Im Sommer 2007 holte sich der frisch gebackene Landesligist den Stadtmeister-Titel. Am Samstag folgte die diesmal nicht ganz so überraschende Wiederholung. Gerade in die Verbandsliga geklettert, sind Kai Ruben und seine Mannschaft wieder Stadtmeister – durch einen 12:10-Sieg über den Überraschungs-Finalisten HC-Do-Süd.

„Ich bin nicht unzufrieden“, schmunzelte Ruben nach dem Endspiel, um dann ernsthafter nachzulegen: „mit dem Einzug ins Finale haben ich wirklich nicht gerechnet.“ Das Halbfinale hatte es schon sein sollen, und dort gab es am Samstag Nachmittag, wie von vielen Experten erwartet, das vorweggenommene Endspiel:

Die Verbandsliga-Aufsteiger lieferten sich das mit Spannung erwartete Duell – und die eigentlich etwas höher gewettete Höchstener Borussia hatte das Nachsehen: „Keine Frage, wir wollten gewinnen“, sagte Trainer Carsten Hergert, aber er gab sich als guter Verlierer, erwähnte nur am Rande, dass ihm mit Robin Austermann, Jannis Heuner und Patrick Drees drei Leistungsträger gefehlt hatten: „Die Niederlage geht in Ordnung.“

„Im Halbfinale haben wir unsere beste Leistung gebracht“, analysierte Sieger-Coach Ruben, und er wusste, dass er sich bei seinen Torhütern zu bedanken hatte. Benny Hoffmann hatte nicht schlecht gehalten, aber der Wechsel zu Routinier Lars Deuter der zwei, drei ganz starke Szenen hatte, war spielentscheidend.

Im zweiten Halbfinale standen sich zwei Mannschaften gegenüber, die man dort nicht unbedingt erwartet hatte: Zumindest das Vorrunden-Aus von Titelverteidiger OSC war eine Überraschung. Im letzten Spiel der Vorrunde in Dorstfeld hätte der OSC Gastgeber ATV aufgrund des schlechteren Torverhältnis’ schlagen müssen, aber die umkämpfte Partie endete 6:6.

„Gegen uns hat er getroffen, jetzt verwirft er“, kommentierte OSC-Trainer Thorsten Stoschek am Nachmittag das Halbfinale des ATV gegen den HC Süd, in dem Dorstfelds Michael Herrmann mehrfach vergab. Aber es war letztlich die stabile Deckung des Verbandsliga-Absteigers, die die Final-Teilnahme garantierte. Vorne stach der HC Süd mit Rückraum-Routine. GegenThomas Pixberg und Dirk Cipa fand die ATV-Abwehr kein Mittel und Trainer Rüdiger Edeling verlor am Ende doch noch seine blendende Laune: „Bis zum Halbfinale war alles gut, aber jetzt bin ich sauer! Wir haben gegen zwei Mann verloren!“

Natürlich hatten die Hombrucher samt Trainergespann Kai Ruben/ Jörn Uhrmeister genau hingeschaut, aber im lange ausgeglichenen Endspiel trafen Pixberg und vor allem Cipa erneut. Letztlich suchten die Westfalen ihr Heil im Angriff, wo es vor allem ein Mann war, der mit vier Treffern zum Matchwinner wurde: Wenn Tempo angesagt war, konnte niemand im Süd-Kader Rechtsaußen Björn Panhorst halten.

Quelle: DERWESTEN

 

BVB 2 holt sich den Titel zurück

Sie haben sich ihren Titel zurückgeholt: die BVB 2-Frauen.

Als sie im vergangenen Jahr den Titel an den ASC 09 abgeben mussten, war das für die Oberliga-Frauen durchaus ein unrühmliches Kapitel. Seit Samstag ist alles wieder gerade gerückt: Der Handball-Stadtmeister 2010 heißt BVB 2.

Im Finale war es auch diesmal alles andere als souverän, denn gegen Landesligist Westfalia Hörde wurde es am Ende nur ein knappes 8:6. „Das war sicher nicht schön“, sagte auch die neue BVB-Trainerin Alice Vogler, „aber jedes Erfolgserlebnis ist wichtig, egal wie.“

Dass sie es deutlich besser können, hatten die Borussinnen im Halbfinale bewiesen, als sie dem ATV Dorstfeld, der nur bei Siebenmetern zum Abschluss kam, nicht den Hauch einer Chance ließen (12:4).

Deutlich härter hatten die Hörderinnen kämpfen müssen, um ihren Halbfinal-Gegner Ewaldi Aplerbeck auszuschalten. Ganz knapp, mit 8:7, siegte die Westfalia und profitierte dabei vielleicht auch von einem leichten Plus bei der Kraft. Praktisch das gesamte Ewaldi-Team hatte am Vorabend beim Einlage-Spiel gegen die Zweitliga-Frauen des BVB in der Stadtauswahl gestanden.

Hördes Trainer Bernd Burchert nahm die Vizemeisterschaft dennoch als „wie erwartet“ hin: „Wir wollten ins Finale“, stellte er klar, „das haben wir erreicht. Mit etwas Glück wäre sogar mehr drin gewesen.“

In der Tat war kurz vor Schluss plötzlich Riesenspannung in der Halle, als das Publikum die Sensation witterte: Eine Minute war noch zu spielen, da verkürzte Hörde auf 6:7 – echte Final-Dramatik.

Quelle: DERWESTEN

 

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